Ich bin ja eigentlich überhaupt kein Fan von Zoos, aber dieser Biopark gilt als eines der Highlights hier in Valencia und das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Die Valencianer lieben diesen Biopark und egal wen man fragt, jeder schwärmt davon. Berichtet wurde mir, dass die Parkanlage unglaublich groß sei, die Tiere dort teils frei rumlaufen dürfen und alles sehr Natur belassen sei. Zusammen mit anderen Au-pairs habe ich also stolze 17 Euro (Rabattaktion!!!) bezahlt und wir haben uns dieses Highlight mal angeguckt.
Nun ja, wir waren größtenteils enttäuscht. Es ist Jahre her, dass ich einen Zoo besucht habe und in meinen Kindheitserinnerungen kamen definitiv nicht hunderte von Kinderwägen, quengelnden Kindern und engen Wegen vor. Ich muss aber zugeben, dass der Zoo an sich sehr schön gestaltet ist. Die Anlage ist abwechslungsreich, es gibt viele verschiedene Tiere und man bemerkt die Liebe zum Detail. Trotz allem sind manche Gehege einfach viel zu klein für die Tiere und wirklich frei waren nur die Affen. Die Begeisterung der Valencianer kann ich daher einfach nicht wirklich teilen. Wir hatten zwar ein paar schöne Stunden dort, aber das Geld war es meiner Meinung nach nicht wert. Trotzdem hier ein paar Eindrücke von den schönen Gehegen:
Montag, 23. Oktober 2017
Montag, 16. Oktober 2017
Mercado Central y Orxata
Schon öfters bin ich an diesem riesigen Gebäude vorbei gelaufen und habe mich gefragt, was das denn nun eigentlich ist. Neulich hatte ich Glück und die Türen waren weit geöffnet, sodass ich einfach mal hineinspaziert bin und siehe da, es handelt sich um eine riesige Markthalle. Mittlerweile weiß ich, dass der Mercado Central (auf valencianisch übrigens Mercat Central) 8000 m2 groß ist und 1928 fertig gestellt wurde. Es gibt 959 Stände, bei denen man so ziemlich alles kaufen kann. Die Gerüche in der Malle sind so prägnant, dass man eigentlich nur seiner Nase folgen muss und schon steht man vor Gemüse, Früchten, Schinken, frischen Fisch und Meeresfrüchten, Gewürzen, Gebäck etc. Aber versteht mich nicht falsch, es stinkt keineswegs in der Halle, die sie sehr gut belüftet ist, aber bei über 900 Ständen liegt halt einfach dieser typische Geruch in der Luft.
Die Markthalle ist ziemlich beeindruckend und die bunten Fenster, die Kuppel, die bunten Kacheln und natürlich die ganzen frischen Waren schaffen eine tolle Atmosphäre. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dort morgens hektisch zugeht, aber als ich mittags da war, war es eigentlich sehr ruhig und entspannt. Ich muss aber auf jeden Fall nochmal am Wochenende dorthin, damit ich mir das Treiben richtig anschauen kann :)
Die Markthalle ist ziemlich beeindruckend und die bunten Fenster, die Kuppel, die bunten Kacheln und natürlich die ganzen frischen Waren schaffen eine tolle Atmosphäre. Ich kann mir gut vorstellen, dass es dort morgens hektisch zugeht, aber als ich mittags da war, war es eigentlich sehr ruhig und entspannt. Ich muss aber auf jeden Fall nochmal am Wochenende dorthin, damit ich mir das Treiben richtig anschauen kann :)
Das inoffizielle Nationalgetränk in Valencia ist übrigens Horchata de Chufa, oder auf valenzianisch Orxata. In der Stadt gibt es unzählige Stände und Eisdielen, die dieses Getränk aus Erdmandeln verkaufen. Nicht weit von Valencia werden diese Erdmandeln angebaut und anschließend mit Zucker und Wasser zu einer Art Milch gepresst. Die Valencianer sagen, dass man es entweder liebt, oder hasst. Naja, also ich bin mir da noch nicht so ganz sicher, denn mein erster Gedanke war eigentlich nur ''Mh, schmeckt interessant''. Es ist super schwer zu beschreiben, aber schmeckt halt irgendwie süssßlich und nach Nuss, aber auch ganz anders als Mandelmilch. Nochmal werde ich es mir aber wahrscheinlich nicht kaufen, denn es war eher so eine typische 'Was man in Valencia gemacht haben muss-Sache'.
Sonntag, 15. Oktober 2017
Auflug nach Montanejos
Am Donnerstag wurde in Spanien der Kolumbus-Tag, dh die Entdeckung Amerikas, gefeiert und demnach musste ich weder zur Schule, noch arbeiten.
Zusammen mit anderen Au-Pairs bin ich also früh morgens nach Montanejos gefahren. Die kleine Stadt liegt etwa 1.5 Stunden mit dem Auto entfernt vom Zentrum Valencia und an sich ist in dem 600 Seelendorf nicht viel los. Wofür Montanejos allerdings bekannt ist, sind die Fuente de los Banos, dh die heißen Quellen. Scheinbar besitzt das Wasser der Thermalquellen eine heilende Wirkung und wird bei Krankheiten empfohlen.
Als wir an den Quellen angekommen sind, haben wir sie erstmal nicht erkannt. Da zeigt sich wieder einmal, dass man bei Google keine authentischen Fotos findet. Die ganzen bearbeiteten Fotos sind eigentlich absoluter Schwachsinn, denn die Umgebung an sich ist schon so faszinierend, dass man da nicht unnötig was verschönern muss.
Zum Glück sind wir bereits vormittags an den Quellen angekommen, sodass dort relativ wenige Menschen waren. Größtenteils waren dort eigentlich nur spanische Familien, die dort gepicknickt haben. Pünktlich zur Siesta sind diese dann aber wieder gegangen und wir hatten wir kurze Augenblicke die ganzen Quellen nur für uns.
Die Quellen sehen ein bisschen aus ein Fluss, der in kleine Seen unterteilt wurde. Die Hauptquelle ist umgeben von gigantisch Felsen und teilweise sah es so aus, als ob sie gestreift wären. Auch gab es in den Felsen kleine Höhlen, aber da ich nicht die beste Schwimmerin bin, bin ich nicht rein geschwommen (Also keine Sorge Mama). Das Wasser war unglaublich klar und man konnte bis auf den Grund schauen. Es war zwar nicht so warm wie gedacht, aber man konnte trotzdem spüren, dass die Temperatur an bestimmten Punkten im Wasser höher ist. Es war aber trotzdem nicht zu kalt und man konnte problemlos schwimmen gehen.
Einen Großteil des Tages haben wir auch an den anderen Quellen verbracht, die wir durch einen Spaziergang entdeckt haben. Dort waren zwar keine beeindruckenden Felsen oder Höhlen, aber das Wasser war trotzdem unglaublich klar und man war komplett alleine. Die Atmosphäre in Montanejos war einfach unglaublich friedlich und idyllisch und ich hätte wirklich den ganzen Tag dort bleiben können.
Zusammen mit anderen Au-Pairs bin ich also früh morgens nach Montanejos gefahren. Die kleine Stadt liegt etwa 1.5 Stunden mit dem Auto entfernt vom Zentrum Valencia und an sich ist in dem 600 Seelendorf nicht viel los. Wofür Montanejos allerdings bekannt ist, sind die Fuente de los Banos, dh die heißen Quellen. Scheinbar besitzt das Wasser der Thermalquellen eine heilende Wirkung und wird bei Krankheiten empfohlen.
Als wir an den Quellen angekommen sind, haben wir sie erstmal nicht erkannt. Da zeigt sich wieder einmal, dass man bei Google keine authentischen Fotos findet. Die ganzen bearbeiteten Fotos sind eigentlich absoluter Schwachsinn, denn die Umgebung an sich ist schon so faszinierend, dass man da nicht unnötig was verschönern muss.
Zum Glück sind wir bereits vormittags an den Quellen angekommen, sodass dort relativ wenige Menschen waren. Größtenteils waren dort eigentlich nur spanische Familien, die dort gepicknickt haben. Pünktlich zur Siesta sind diese dann aber wieder gegangen und wir hatten wir kurze Augenblicke die ganzen Quellen nur für uns.
Die Quellen sehen ein bisschen aus ein Fluss, der in kleine Seen unterteilt wurde. Die Hauptquelle ist umgeben von gigantisch Felsen und teilweise sah es so aus, als ob sie gestreift wären. Auch gab es in den Felsen kleine Höhlen, aber da ich nicht die beste Schwimmerin bin, bin ich nicht rein geschwommen (Also keine Sorge Mama). Das Wasser war unglaublich klar und man konnte bis auf den Grund schauen. Es war zwar nicht so warm wie gedacht, aber man konnte trotzdem spüren, dass die Temperatur an bestimmten Punkten im Wasser höher ist. Es war aber trotzdem nicht zu kalt und man konnte problemlos schwimmen gehen.
Einen Großteil des Tages haben wir auch an den anderen Quellen verbracht, die wir durch einen Spaziergang entdeckt haben. Dort waren zwar keine beeindruckenden Felsen oder Höhlen, aber das Wasser war trotzdem unglaublich klar und man war komplett alleine. Die Atmosphäre in Montanejos war einfach unglaublich friedlich und idyllisch und ich hätte wirklich den ganzen Tag dort bleiben können.
Dienstag, 10. Oktober 2017
Jardínes del Turia
Wenn die Valencianer hier vom Fluss sprechen, dann meinen sie damit die Parkanlage Jardines del Turia. Dieser riesige Park wurde nämlich auf dem ehemaligen Flussbett des Turia errichtet und schlängelt sich durch die gesamte Stadt. Aufgrund vieler Überschwemmungen wurde entschieden, dass man den Turia umleitet und seit mehr als 30 Jahren gibt es diesen tollen Park nun.
Ich muss nur ca. 10 Minuten laufen und befinde mich dann etwa in der Mitte des Parkes. Dort sind viele Jogger und Spaziergänger unterwegs, aber vor allem findet man dort Leute, die dem Stadtalltag entfliehen wollen und Siesta unter den Palmen machen. Ich bin total verliebt in diesen Park, weil einfach für jeden was dabei ist: Es gibt den Gulliver, ein riesiger Spielpark mit Rutschen und einer 70m hohen Kletterfigur, Skateanlagen, Springbrunnen, Bistros, große Liegeflächen und Teichanlangen. Außerdem erreicht man durch den Park viele Sehenswürdigkeiten und Museen und durch 18 Brücken aus unterschiedlichen Epochen ist man schnell an seinem Zielort.
Was mir an dem Park am meisten gefällt ist, dass man dort vergisst, dass man eigentlich nur einige Minuten von der hektischen Innenstadt entfernt ist. Es ist dort völlig ruhig und idyllisch und die Spanier strahlen dort eine Gelassenheit und Ruhe aus, die einen einfach ansteckt.
Mir ist aufgefallen, dass die Leute oft zwischen westlich und östlich vom Park entscheiden, denn wer westlich wohnt ist zentraler an der Stadt und hat eindeutig mehr Geld als die Menschen östlich. Das sieht man auch vor allem an den Häusern und Geschäften. Die Schere zwischen arm und reich klafft hier einfach enorm auseinander..
Dieses Wochenende hat Tim mich besucht und der ja nicht so der Fan von überfüllten Großstädten ist und Valencia aufgrund der Feiertage so voll war wie noch nie, haben wir viel Zeit in diesem wunderschönen Park verbracht. Meistens saßen wir am Palau de la Música und haben dort stundenlang geredet. Das Wetter ist hier einfach immer noch super und es hat sich so angefühlt, als ob wir im Urlaub wären. Naja ich muss zugeben, dass es geregnet hat, als er angekommen ist, aber das war erst der zweite Regentag seitdem ich hier bin.
Was mich an Valencia fasziniert ist, dass es in der Innenstadt neben verschnörkelten Häusern und Plätzen auch super moderne Bauwerke und Geschäft gibt.
Diesen Mix aus Alt und Neu kann man auf im Park beobachten, denn wenn man durch den Park geht und an der Ciudad de las Artes y las Ciencias auskommt, wird man von modernen Bauwerken fast erschlagen.Ich habe bis gestern nicht verstanden warum man es 'Stadt der Künste und Wissenschaft' nennt, denn diesen Titel fand ich bis dahin immer etwas übertrieben. Naja jetzt wo ich da war, kann ich verstehen warum man das ganze als Stadt bezeichnet, denn es ist wirklich wie in einer neuen Welt. Seit nun 19 Jahren gibt es diesen architektonischen Gebäudekomplex im Park, wobei dieser bei Valencianern nicht allzu beliebt ist, weil sie die 1.3 Milliarden gerne in wichtigere Dinge investiert gesehen hätten.Jedenfalls gibt es dort ein 3D Kino, ein Wissenschaftmuseum, in dem Naturgesetze veranschaulicht werden, das größte Aquarium Europas, Oper, Musikpalast und ein geschlossener Veranstaltungsplatz. Alles ist in weiß und Stahl gehalten und wenn die Sonne scheint fällt es einem schwer nicht ständig zu blinzeln, weil das Wasser alles reflektiert. Es war definitiv interessant durch diese ''Stadt'' zu laufen, aber die modernen Bauwerke sind auf den ersten Eindruck wirklich erdrückend. Um zu verstehen was ich meine müsst ihr euch die Bilder angucken :)
Ich muss nur ca. 10 Minuten laufen und befinde mich dann etwa in der Mitte des Parkes. Dort sind viele Jogger und Spaziergänger unterwegs, aber vor allem findet man dort Leute, die dem Stadtalltag entfliehen wollen und Siesta unter den Palmen machen. Ich bin total verliebt in diesen Park, weil einfach für jeden was dabei ist: Es gibt den Gulliver, ein riesiger Spielpark mit Rutschen und einer 70m hohen Kletterfigur, Skateanlagen, Springbrunnen, Bistros, große Liegeflächen und Teichanlangen. Außerdem erreicht man durch den Park viele Sehenswürdigkeiten und Museen und durch 18 Brücken aus unterschiedlichen Epochen ist man schnell an seinem Zielort.
Was mir an dem Park am meisten gefällt ist, dass man dort vergisst, dass man eigentlich nur einige Minuten von der hektischen Innenstadt entfernt ist. Es ist dort völlig ruhig und idyllisch und die Spanier strahlen dort eine Gelassenheit und Ruhe aus, die einen einfach ansteckt.
Mir ist aufgefallen, dass die Leute oft zwischen westlich und östlich vom Park entscheiden, denn wer westlich wohnt ist zentraler an der Stadt und hat eindeutig mehr Geld als die Menschen östlich. Das sieht man auch vor allem an den Häusern und Geschäften. Die Schere zwischen arm und reich klafft hier einfach enorm auseinander..
Dieses Wochenende hat Tim mich besucht und der ja nicht so der Fan von überfüllten Großstädten ist und Valencia aufgrund der Feiertage so voll war wie noch nie, haben wir viel Zeit in diesem wunderschönen Park verbracht. Meistens saßen wir am Palau de la Música und haben dort stundenlang geredet. Das Wetter ist hier einfach immer noch super und es hat sich so angefühlt, als ob wir im Urlaub wären. Naja ich muss zugeben, dass es geregnet hat, als er angekommen ist, aber das war erst der zweite Regentag seitdem ich hier bin.
| Park |
Was mich an Valencia fasziniert ist, dass es in der Innenstadt neben verschnörkelten Häusern und Plätzen auch super moderne Bauwerke und Geschäft gibt.
Diesen Mix aus Alt und Neu kann man auf im Park beobachten, denn wenn man durch den Park geht und an der Ciudad de las Artes y las Ciencias auskommt, wird man von modernen Bauwerken fast erschlagen.Ich habe bis gestern nicht verstanden warum man es 'Stadt der Künste und Wissenschaft' nennt, denn diesen Titel fand ich bis dahin immer etwas übertrieben. Naja jetzt wo ich da war, kann ich verstehen warum man das ganze als Stadt bezeichnet, denn es ist wirklich wie in einer neuen Welt. Seit nun 19 Jahren gibt es diesen architektonischen Gebäudekomplex im Park, wobei dieser bei Valencianern nicht allzu beliebt ist, weil sie die 1.3 Milliarden gerne in wichtigere Dinge investiert gesehen hätten.Jedenfalls gibt es dort ein 3D Kino, ein Wissenschaftmuseum, in dem Naturgesetze veranschaulicht werden, das größte Aquarium Europas, Oper, Musikpalast und ein geschlossener Veranstaltungsplatz. Alles ist in weiß und Stahl gehalten und wenn die Sonne scheint fällt es einem schwer nicht ständig zu blinzeln, weil das Wasser alles reflektiert. Es war definitiv interessant durch diese ''Stadt'' zu laufen, aber die modernen Bauwerke sind auf den ersten Eindruck wirklich erdrückend. Um zu verstehen was ich meine müsst ihr euch die Bilder angucken :)
Sonntag, 1. Oktober 2017
La vida cotidiana
Mittlerweile bin ich im spanischen Alltag angekommen und fühle mich immer mehr wie zuhause.
Mein Tag beginnt hier mehr oder weniger um 7:30 Uhr, wenn die Haushälterin kommt. Astrid ist etwa in meinem Alter und kommt jeden Tag für 4 Stunden, um die Kinder für die Schule fertig zu machen und zu putzen, waschen, bügeln und einzukaufen. Es ist noch immer ungewohnt eine Haushälterin zu haben und auch wenn ich meine Wäsche nicht waschen oder bügeln müsste, so mache ich es doch lieber selber. Aber praktisch ist es auf jeden Fall, denn so fällt jede Hausarbeit für mich weg und ich muss mich wirklich nur um die Kinder kümmern.
Um 8:30 Uhr geht dann mein Wecker und ich mache mich für die Sprachschule fertig. Der Schulbus holt die Kinder immer um 8:20 Uhr ab und meistens verlassen die Eltern das Haus dann auch gegen 9 Uhr, sodass Astrid und ich morgens alleine sind.
Die Sprachschule fängt um 9:30 Uhr an und da ich innerhalb weniger Minuten dort bin, muss ich erst recht spät loslaufen (Ich schaffe es trotzdem immer wieder zu spät zu kommen).
Die ersten zwei Wochen war ich noch im A2 Kurs (A1 ist für Anfänger) und ziemlich enttäuscht, dass ich so schlecht eingestuft wurde. Aber naja, da zeigt sich wieder einmal, dass Schule und Ausland zwei verschiedene Paar Schuhe sind.
Aber da ich das Examen letzte Woche bestanden habe, bin ich jetzt im B1.1 Kurs. Die Schule testet alle 4 Wochen unsere Fortschritte, indem wir ein Examen schreiben, welches Leseverstehen, Hörverstehen, Schreiben und Sprechen umfasst. Man muss mind. 80 von 100 Punkten erreichen, um in den nächst höheren Kurs zugelassen zu werden.
In meinem jetzigen Kurs sind 8 Schüler zwischen 16 und 28 Jahre. Wir sind Deutsche, Russen, Schweizer und Chinesen und alle bleiben unterschiedlich lang in der Sprachschule.
Wir haben zwei Lehrer, die uns jeweils 2 Stunden unterrichten. Der Unterricht an sich ist gut durchgeplant und wir schaffen jeden Tag 1-2 Kapitel im Buch (in der Schule haben wir dafür Wochen gebraucht). Teilweise ähnelt der Unterricht dem in der Schule schon sehr, aber wir arbeiten hier mehr in Gruppen und natürlich läuft alles nur auf Spanisch. Man muss jedoch auch relativ viel zuhause erarbeiten und neben den Hausaufgaben Vokabeln etc. lernen.
Um 13:30 Uhr ist der Unterricht vorbei. Die Sprachschule bietet jeden Tag Aktivitäten wie z.B Paella essen, Salsa Kurse, Museums oder Stadtbesuche, Fußball etc an, aber da ich nachmittags arbeiten muss, kann ich an sowas nur am Wochenende teilnehmen.
Übrigens ist die Sprachschule total schön und umfasst einen kleinen Deko-Pool, an dem wir uns während der Pausen aufhalten.
(Aufenhaltsbereich, Haus von außen, Eingangshalle, Klassenraum)
Nach der Schule habe ich bis 17 Uhr frei. Da ich mich vorgestern im Fitnessstudio angemeldet habe, werde ich wahrscheinlich in Zukunft dort meine Freizeit verbringen. Das Studio ist ca. 2 km von mir entfernt und ich kann dort problemlos mit dem Fahrrad hinfahren.
In Valencia gibt es Valenbisi, d.h für 30 Euro im Jahr kann man sich an unzähligen Orten in der Stadt ein Fahrrad ausleihen und es dann an eine beliebe Station wieder zurückbringen. An sich ist das natürlich ganz praktisch, aber ich hab mich damit am Freitag dermaßen verfahren, dass ich am Ende voller Wut und Frustration angefangen habe zu heulen. Eigentlich wollte ich mich nämlich mit Freunden in einem anderen Stadtteil treffen, aber das Navi auf dem Handy hat sich immer erst nach 500m aktualisiert und die Kilometeranzahl betrug nach einer Stunde Fahrt immer noch 4 km... Also bin ich dann zurück in die Stadt gefahren und habe diese blöde Fahrradstation, zu der ich das Rad bringen muss, nicht gefunden. Nach über 2 Stunden bin ich dann zuhause angekommen und habe rein gar nichts von diesem tollen Ausflug gehabt. Aber an sich ist Valenbisi super praktisch.
Um 17 Uhr kommen die Kinder von der Schule nach Hause. Zum Glück hält der private Schulbus nur 50m von der Haustür, sodass ich nicht weit laufen muss. Meistens verlangen die Kinder schon am Bus Merienda (Snack), weil sie die 3 Minuten, bis wir zuhause sind, nicht warten wollen.
Jeden Morgen liegt auf dem Tisch ein Zettel von der Mutter was es zur Merienda gibt, welche Aktivitäten oder Hausaufgaben anstehen und ob ich am Abend kochen muss.
So verbringen wir also an einem normalen Tag die erste Stunde mit Essen und Hausaufgaben/lernen, wobei ich finde, dass die Kinder eigentlich schon lange genug in der Schule waren und eigentlich frei haben sollten. Danach beschäftigen sich die Kinder eigentlich selber und spielen zusammen.
Am Abend dusche ich sie dann und ziehe ihnen den Schlafanzug an. Anschließend decke ich dann den Tisch, koche gegeben falls und nach dem Essen um 21 Uhr habe ich dann Feierabend und die Mutter bringt die Kinder ins Bett. Insgesamt bin ich eigentlich relativ selten mit den Kindern alleine, weil die Mutter eigentlich oft zuhause ist.
Zwei mal in der Woche bringe ich Carlota noch zum Klavierunterricht, aber wir brauchen zur Musikschule nicht einmal 3 Minuten.
Zudem kommt einmal in der Woche eine Psychologin, die mit den Kindern über Emotionen redet und ihnen hilft diese auszudrücken. Für die zwei Stunden reden bekommt die Dame dann 75 Euro. Ich habe selten so eine unnötige Geldausgabe gesehen, denn die Kinder sind absolut in Ordnung und meiner Meinung nach kann man es mit der Förderung auch übertreiben.
Wirklich stressig sind meine Arbeitstage hier nur, wenn Antonio mit einem späteren Bus hier ankommt, weil er Fussballtraining hat und ich gleichzeitig Carlota von der Musikschule abholen muss. Auch wenn beide Punkte nicht weit voneinander entfernt sind, ist es trotzdem stressig mit Laura herumzurennen.
Ich musste bisher erst 2 Mal kochen und zwar wirklich sehr einfache Gerichte. Wir essen hier viel Fisch und Fleisch, allerdings wird so gut wie gar nicht gewürzt und ich vermisse die deutsche Küche sehr. Letzte Woche sollte ich Fisch panieren und braten. Die Kinder durften sich dazu Kroketten aussuchen, also habe ich ihnen eine TK-Tüte vorgesetzt und gefragt, ob sie das wollen. Da sie ja gesagt haben, habe ich die ''Kroketten'' dann also in den Backofen geschoben und den Fisch gebraten. Als die Mutter dann zum Essen nach Hause kam hat sie mich etwas irritiert angeguckt, denn es gab Fisch mit Fisch. Die vermeintlichen Kroketten waren ebenfalls Fisch und zwar genau die selbe Sorte wie der andere Fisch, den ich zubereitet habe. Naja so gab es dann also Fisch mit Fisch,einmal halt aus der Pfanne und einmal aus dem Backofen. Nächstes Mal werde ich mir lieber alles übersetzten, bevor ich ein Fertigprodukt zubereite. (Kroketten sind hier übrigens immer mit gefüllt, also nicht denken, dass ich Kroketten von Fisch nicht unterscheiden kann)
Letztes Wochenende bin ich mit zum Strandhaus der Familie gefahren, da ich Freitagnacht babysitten sollte. Das Strandhaus ist richtig schön, hat einen Garten und ist 2 Minuten vom Strand entfernt. Die Familie fährt dort jedes Wochenende hin, aber meistens möchte ich nicht mit, da ich Freitag, Samstagnachmittag und Sonntag ja eigentlich frei habe und lieber was anderes machen möchte.
Jedenfalls waren wir dort mit dem Bruder von meinem Gastvater und dessen Familie in einem spanischen Lokal essen. Es wurde die typisch valencianische Paella für 12 Personen bestellt und die Pfanne war einfach unglaublich groß! Ich habe eine riesen Portion bekommen und angefangen zu essen. Es schmeckt eigentlich ganz gut, bis ich die Schnecken mit Fühler entdeckt habe. Als ich dann nachgefragt habe was das für Fleisch ist, wurde mir dann erklärt, dass es sich um Hühnchen und Nieren handelt. Mir wurde augenblicklich übel.. Vor lauter Angst, dass es sich um Innereien handeln könnte, habe ich dann auch die großen weißen Bohnen weggelassen, die aber tatsächlich nur Bohnen waren. Mit dem Essen hier kann ich mich nicht so wirklich anfreunden..
Am Wochenende bin ich normalerweise in der Stadt und am Strand und treffe mich mit anderen deutschen Au-pairs.
Als wir uns das erste Mal am Strand verabredet haben, hatte ich noch kein Valenbisi und wollte den Bus nehmen (10 Fahrten kosten hier übrigens nur 8 Euro). Erst einmal hatte ich Probleme zu verstehen wann der Bus kommt, denn es gibt keine Anzeigetafeln wie in Deutschland. Stattdessen steht da einfach, dass der Bus alle 12-15 Min dort hält. Jedenfalls habe ich dann geduldig auf an der Haltestelle gewartet und zack, der erste Bus fährt an mir vorbei. Das hat mich schon etwas verunsichert, aber man hatte mir versichert, dass der Bus dort hält. Um auf Nummer sicher zu gehen, bin ich dann aber doch eine Station weiter gelaufen. Da war ich aber nicht erfolgreicher, denn auch der zweite Bus ist an mir vorbei gefahren. So langsam aber sich wurde ich ziemlich genervt und so bin ich noch eine Haltestelle weiter gelaufen. Dort habe ich dann endlich jemanden gefunden, der Englisch konnte und wieder einmal wurde mir versichert, dass ich an der richtigen Haltestelle stehe. Als ich dann gefragt habe, warum der Bus immer an mir vorbeifährt, hat man mich dann verdutzt gefragt, ob ich denn dem Bus nicht vermittelt hätte, dass dieser anhalten soll. Nein, darauf bin ich tatsächlich nicht gekommen, denn an einer HALTEstelle HALTEN normalerweise Busse. Naja, in Spanien läuft das ganze anders und beim dritten Bus habe ich dann mit beiden Händen gewunken und der Bus hat tatsächlich gehalten. Allerdings wollte er uns aus irgendeinem Grund nicht mitnehmen und so habe ich auf den vierten Bus gewartet, der mich dann aber endlich zum Strand gebracht hat.
Mein Tag beginnt hier mehr oder weniger um 7:30 Uhr, wenn die Haushälterin kommt. Astrid ist etwa in meinem Alter und kommt jeden Tag für 4 Stunden, um die Kinder für die Schule fertig zu machen und zu putzen, waschen, bügeln und einzukaufen. Es ist noch immer ungewohnt eine Haushälterin zu haben und auch wenn ich meine Wäsche nicht waschen oder bügeln müsste, so mache ich es doch lieber selber. Aber praktisch ist es auf jeden Fall, denn so fällt jede Hausarbeit für mich weg und ich muss mich wirklich nur um die Kinder kümmern.
Um 8:30 Uhr geht dann mein Wecker und ich mache mich für die Sprachschule fertig. Der Schulbus holt die Kinder immer um 8:20 Uhr ab und meistens verlassen die Eltern das Haus dann auch gegen 9 Uhr, sodass Astrid und ich morgens alleine sind.
Die Sprachschule fängt um 9:30 Uhr an und da ich innerhalb weniger Minuten dort bin, muss ich erst recht spät loslaufen (Ich schaffe es trotzdem immer wieder zu spät zu kommen).
Die ersten zwei Wochen war ich noch im A2 Kurs (A1 ist für Anfänger) und ziemlich enttäuscht, dass ich so schlecht eingestuft wurde. Aber naja, da zeigt sich wieder einmal, dass Schule und Ausland zwei verschiedene Paar Schuhe sind.
Aber da ich das Examen letzte Woche bestanden habe, bin ich jetzt im B1.1 Kurs. Die Schule testet alle 4 Wochen unsere Fortschritte, indem wir ein Examen schreiben, welches Leseverstehen, Hörverstehen, Schreiben und Sprechen umfasst. Man muss mind. 80 von 100 Punkten erreichen, um in den nächst höheren Kurs zugelassen zu werden.
In meinem jetzigen Kurs sind 8 Schüler zwischen 16 und 28 Jahre. Wir sind Deutsche, Russen, Schweizer und Chinesen und alle bleiben unterschiedlich lang in der Sprachschule.
Wir haben zwei Lehrer, die uns jeweils 2 Stunden unterrichten. Der Unterricht an sich ist gut durchgeplant und wir schaffen jeden Tag 1-2 Kapitel im Buch (in der Schule haben wir dafür Wochen gebraucht). Teilweise ähnelt der Unterricht dem in der Schule schon sehr, aber wir arbeiten hier mehr in Gruppen und natürlich läuft alles nur auf Spanisch. Man muss jedoch auch relativ viel zuhause erarbeiten und neben den Hausaufgaben Vokabeln etc. lernen.
Um 13:30 Uhr ist der Unterricht vorbei. Die Sprachschule bietet jeden Tag Aktivitäten wie z.B Paella essen, Salsa Kurse, Museums oder Stadtbesuche, Fußball etc an, aber da ich nachmittags arbeiten muss, kann ich an sowas nur am Wochenende teilnehmen.
Übrigens ist die Sprachschule total schön und umfasst einen kleinen Deko-Pool, an dem wir uns während der Pausen aufhalten.
(Aufenhaltsbereich, Haus von außen, Eingangshalle, Klassenraum)
Nach der Schule habe ich bis 17 Uhr frei. Da ich mich vorgestern im Fitnessstudio angemeldet habe, werde ich wahrscheinlich in Zukunft dort meine Freizeit verbringen. Das Studio ist ca. 2 km von mir entfernt und ich kann dort problemlos mit dem Fahrrad hinfahren.
In Valencia gibt es Valenbisi, d.h für 30 Euro im Jahr kann man sich an unzähligen Orten in der Stadt ein Fahrrad ausleihen und es dann an eine beliebe Station wieder zurückbringen. An sich ist das natürlich ganz praktisch, aber ich hab mich damit am Freitag dermaßen verfahren, dass ich am Ende voller Wut und Frustration angefangen habe zu heulen. Eigentlich wollte ich mich nämlich mit Freunden in einem anderen Stadtteil treffen, aber das Navi auf dem Handy hat sich immer erst nach 500m aktualisiert und die Kilometeranzahl betrug nach einer Stunde Fahrt immer noch 4 km... Also bin ich dann zurück in die Stadt gefahren und habe diese blöde Fahrradstation, zu der ich das Rad bringen muss, nicht gefunden. Nach über 2 Stunden bin ich dann zuhause angekommen und habe rein gar nichts von diesem tollen Ausflug gehabt. Aber an sich ist Valenbisi super praktisch.
Um 17 Uhr kommen die Kinder von der Schule nach Hause. Zum Glück hält der private Schulbus nur 50m von der Haustür, sodass ich nicht weit laufen muss. Meistens verlangen die Kinder schon am Bus Merienda (Snack), weil sie die 3 Minuten, bis wir zuhause sind, nicht warten wollen.
Jeden Morgen liegt auf dem Tisch ein Zettel von der Mutter was es zur Merienda gibt, welche Aktivitäten oder Hausaufgaben anstehen und ob ich am Abend kochen muss.
So verbringen wir also an einem normalen Tag die erste Stunde mit Essen und Hausaufgaben/lernen, wobei ich finde, dass die Kinder eigentlich schon lange genug in der Schule waren und eigentlich frei haben sollten. Danach beschäftigen sich die Kinder eigentlich selber und spielen zusammen.
Am Abend dusche ich sie dann und ziehe ihnen den Schlafanzug an. Anschließend decke ich dann den Tisch, koche gegeben falls und nach dem Essen um 21 Uhr habe ich dann Feierabend und die Mutter bringt die Kinder ins Bett. Insgesamt bin ich eigentlich relativ selten mit den Kindern alleine, weil die Mutter eigentlich oft zuhause ist.
Zwei mal in der Woche bringe ich Carlota noch zum Klavierunterricht, aber wir brauchen zur Musikschule nicht einmal 3 Minuten.
Zudem kommt einmal in der Woche eine Psychologin, die mit den Kindern über Emotionen redet und ihnen hilft diese auszudrücken. Für die zwei Stunden reden bekommt die Dame dann 75 Euro. Ich habe selten so eine unnötige Geldausgabe gesehen, denn die Kinder sind absolut in Ordnung und meiner Meinung nach kann man es mit der Förderung auch übertreiben.
Wirklich stressig sind meine Arbeitstage hier nur, wenn Antonio mit einem späteren Bus hier ankommt, weil er Fussballtraining hat und ich gleichzeitig Carlota von der Musikschule abholen muss. Auch wenn beide Punkte nicht weit voneinander entfernt sind, ist es trotzdem stressig mit Laura herumzurennen.
Ich musste bisher erst 2 Mal kochen und zwar wirklich sehr einfache Gerichte. Wir essen hier viel Fisch und Fleisch, allerdings wird so gut wie gar nicht gewürzt und ich vermisse die deutsche Küche sehr. Letzte Woche sollte ich Fisch panieren und braten. Die Kinder durften sich dazu Kroketten aussuchen, also habe ich ihnen eine TK-Tüte vorgesetzt und gefragt, ob sie das wollen. Da sie ja gesagt haben, habe ich die ''Kroketten'' dann also in den Backofen geschoben und den Fisch gebraten. Als die Mutter dann zum Essen nach Hause kam hat sie mich etwas irritiert angeguckt, denn es gab Fisch mit Fisch. Die vermeintlichen Kroketten waren ebenfalls Fisch und zwar genau die selbe Sorte wie der andere Fisch, den ich zubereitet habe. Naja so gab es dann also Fisch mit Fisch,einmal halt aus der Pfanne und einmal aus dem Backofen. Nächstes Mal werde ich mir lieber alles übersetzten, bevor ich ein Fertigprodukt zubereite. (Kroketten sind hier übrigens immer mit gefüllt, also nicht denken, dass ich Kroketten von Fisch nicht unterscheiden kann)
Letztes Wochenende bin ich mit zum Strandhaus der Familie gefahren, da ich Freitagnacht babysitten sollte. Das Strandhaus ist richtig schön, hat einen Garten und ist 2 Minuten vom Strand entfernt. Die Familie fährt dort jedes Wochenende hin, aber meistens möchte ich nicht mit, da ich Freitag, Samstagnachmittag und Sonntag ja eigentlich frei habe und lieber was anderes machen möchte.
Jedenfalls waren wir dort mit dem Bruder von meinem Gastvater und dessen Familie in einem spanischen Lokal essen. Es wurde die typisch valencianische Paella für 12 Personen bestellt und die Pfanne war einfach unglaublich groß! Ich habe eine riesen Portion bekommen und angefangen zu essen. Es schmeckt eigentlich ganz gut, bis ich die Schnecken mit Fühler entdeckt habe. Als ich dann nachgefragt habe was das für Fleisch ist, wurde mir dann erklärt, dass es sich um Hühnchen und Nieren handelt. Mir wurde augenblicklich übel.. Vor lauter Angst, dass es sich um Innereien handeln könnte, habe ich dann auch die großen weißen Bohnen weggelassen, die aber tatsächlich nur Bohnen waren. Mit dem Essen hier kann ich mich nicht so wirklich anfreunden..
Am Wochenende bin ich normalerweise in der Stadt und am Strand und treffe mich mit anderen deutschen Au-pairs.
Als wir uns das erste Mal am Strand verabredet haben, hatte ich noch kein Valenbisi und wollte den Bus nehmen (10 Fahrten kosten hier übrigens nur 8 Euro). Erst einmal hatte ich Probleme zu verstehen wann der Bus kommt, denn es gibt keine Anzeigetafeln wie in Deutschland. Stattdessen steht da einfach, dass der Bus alle 12-15 Min dort hält. Jedenfalls habe ich dann geduldig auf an der Haltestelle gewartet und zack, der erste Bus fährt an mir vorbei. Das hat mich schon etwas verunsichert, aber man hatte mir versichert, dass der Bus dort hält. Um auf Nummer sicher zu gehen, bin ich dann aber doch eine Station weiter gelaufen. Da war ich aber nicht erfolgreicher, denn auch der zweite Bus ist an mir vorbei gefahren. So langsam aber sich wurde ich ziemlich genervt und so bin ich noch eine Haltestelle weiter gelaufen. Dort habe ich dann endlich jemanden gefunden, der Englisch konnte und wieder einmal wurde mir versichert, dass ich an der richtigen Haltestelle stehe. Als ich dann gefragt habe, warum der Bus immer an mir vorbeifährt, hat man mich dann verdutzt gefragt, ob ich denn dem Bus nicht vermittelt hätte, dass dieser anhalten soll. Nein, darauf bin ich tatsächlich nicht gekommen, denn an einer HALTEstelle HALTEN normalerweise Busse. Naja, in Spanien läuft das ganze anders und beim dritten Bus habe ich dann mit beiden Händen gewunken und der Bus hat tatsächlich gehalten. Allerdings wollte er uns aus irgendeinem Grund nicht mitnehmen und so habe ich auf den vierten Bus gewartet, der mich dann aber endlich zum Strand gebracht hat.
Mittwoch, 27. September 2017
La ciudad de Valencia
So langsam aber sicher kenne ich mich in der Stadt aus, d.h ich verlaufe mich nur noch jeden zweiten statt jeden Tag. Naja, ganz so schlimm ist es zwar nicht, aber ich muss zugeben, dass ich einfach eine schlechte Orientierung habe und das in einer großen Stadt manchmal etwas problematisch ist. Die meisten Sehenswürdigkeiten finde ich nur durch Zufall und wenn ich dann mal mit meiner Kamera unterwegs bin, dann finde ich sie erst nach laaaangem Suchen wieder.
Nichtsdestotrotz wohne ich hier ideal. Ich brauche weniger als 10 Minuten um ins Stadtzentrum zu laufen. Dort gibt es eine lange Einkaufsstrasse und mir gefällt so ziemlich jedes einzelne Geschäft dort. Das und der Fakt, dass hier alles 7 Tage in der Woche und teilweise bis spät abends geöffnet hat, übt sich dementsprechend aber auch ziemlich auf mein Erspartes aus..
Weiter im Stadtinneren findet man dann viele Plätze und Gassen, in denen so ziemlich zu jeder Tages und Nachtzeit etwas los ist. An diesen spanischen Plazas gibt es unzählige Restaurants, Straßenmusiker, Springbrunnen und meist ist der Platz umgeben von alten Kirchen oder historischen Gebäuden.
Mein absoluter Lieblingsplatz ist Plaza de Ayuntamiento, was so viel bedeutet wie wichtigster und zentralster Punkt der Stadt. Der Platz ist ganz in der Nähe von mir und so gehe ich dort öfters nach der Schule hin und lasse die Atmosphäre der Stadt auf mich wirken. Meistens kaufe ich mir vorher Empanadillas (gefüllte Teigtaschen) und mache am Springbrunnen meine Hausaufgaben oder ähnliches.

Nichtsdestotrotz wohne ich hier ideal. Ich brauche weniger als 10 Minuten um ins Stadtzentrum zu laufen. Dort gibt es eine lange Einkaufsstrasse und mir gefällt so ziemlich jedes einzelne Geschäft dort. Das und der Fakt, dass hier alles 7 Tage in der Woche und teilweise bis spät abends geöffnet hat, übt sich dementsprechend aber auch ziemlich auf mein Erspartes aus..
Weiter im Stadtinneren findet man dann viele Plätze und Gassen, in denen so ziemlich zu jeder Tages und Nachtzeit etwas los ist. An diesen spanischen Plazas gibt es unzählige Restaurants, Straßenmusiker, Springbrunnen und meist ist der Platz umgeben von alten Kirchen oder historischen Gebäuden.
Mein absoluter Lieblingsplatz ist Plaza de Ayuntamiento, was so viel bedeutet wie wichtigster und zentralster Punkt der Stadt. Der Platz ist ganz in der Nähe von mir und so gehe ich dort öfters nach der Schule hin und lasse die Atmosphäre der Stadt auf mich wirken. Meistens kaufe ich mir vorher Empanadillas (gefüllte Teigtaschen) und mache am Springbrunnen meine Hausaufgaben oder ähnliches.
Ein weiterer zentraler Punkt in der Stadt ist die Kathedrale im Altstadtviertel El Carmen. Diese wurde im 13. Jhd auf einem römischen Tempel und späteren Mosche erbaut und umfasst außerdem einen 50 m hohen Glockenturm, an dem ich mich immer orientiere. Neben der Kathedrale befindet sich ein wunderschöner und großer Platz mit einem Springbrunnen. Während der Plaza de ayuntamiento eher ein großer Platz ist, der an die Hauptstraßen grenzt (halt Stadtkern), ist dieser ruhige Plaza von Gebäuden umgeben und man findet dort sehr viele Restaurants. Besonders schön ist es dort, wenn Straßenmusiker anwesend sind und typische spanische Volkslieder singen oder klassische Musik spielen. Die Atmosphäre ist einfach unbeschreiblich und ich liebe es mich dort aufzuhalten.
Montag, 25. September 2017
¡He llegado!
Heute vor genau 15 Tagen bin ich in Valencia angekommen und ich fühle mich hier bisher pudelwohl.
Ich muss allerdings zugeben, dass die letzten Tage zuhause nicht sehr angenehm waren. Abermals musste ich meinen Koffer packen, entscheiden was ich wohl unbedingt brauche und was nicht und wieder einmal musste ich mich von meiner Familie und meinem Freund verabschieden...
Kurz vor der Abreise überkamen mich dieselben Heulanfälle und Gedanken wie vor meiner Abreise in die USA und ich habe mich abermals gefragt, warum ich das ganze eigentlich mache, wo der Sinn dahinter steckt und wieso ich mir das ganze schon wieder antue. Ich muss ehrlich sagen, dass es für mich mittlerweile unbegreiflich ist mit welcher Naivität und Selbstsicherheit die 16-jährige Chiara ins Flugzeug nach Amerika gestiegen ist und wie unbekümmert sie die Einstellung ''Irgendwie wird das schon'' vertreten hat.
Ich wurde sehr herzlich empfangen und anschließend wurde mir das Apartment gezeigt. Es gibt 5 große Zimmer, 3 Bäder und eine offene Küche. Alles ist sehr modern und unglaublich aufgeräumt. Mein Zimmer hier ist etwa so groß wie das Zuhause und ich habe ein eigenes Bad mit Dusche und WC. Das Apartment ist übrigens komplett in weiß gestrichen und möbliert und das einzige bunte hier sind Spielsachen und abstrakte Bilder an den Wänden. Jedenfalls bin ich sehr zufrieden mit meinem Zimmer, auch wenn ich Gitterstäbe vor den Fenstern habe und auf einen hässlichen Innenhof gucke.
Mein Zimmer ist ausgestattet mit einem Schrank, Kommode, Schreibtisch und einer Schrankwand, in der sich mein ''Klapp-Bett'' und die Waschmaschine befindet. Morgens muss ich mein Bett immer einklappen und es stört mich etwas, dass es an keiner Wand steht und ich so in der Nacht immer das Kissen verliere, aber die Waschmaschine und Putzsachen in dem Schrank finde ich überhaupt nicht schlimm. Wenn ich morgens das Haus verlasse, dann kommt das Hausmädchen halt in mein Zimmer und wäscht, aber davon bekomme ich absolut nichts mit. Übrigens, einen Portier gibt es hier auch.
Carlota (8), Antonio (6) und Laura (4) waren von Anfang an sehr aufgeschlossen und neugierig und so wurde beim Auspacken jedes meiner Kleider von den Mädchen bewundert, was das ganze etwas in die Länge gezogen hat.
Die drei besuchen hier eine englische Privatschule, weshalb ich während meiner Arbeitszeit Englisch mit ihnen reden soll. Mit Carlota kann ich mich problemlos unterhalten, was ich ziemlich beeindruckend finde für ihr Alter. Die anderen beiden mixen noch viel Spanisch ins Englische, aber das ist nicht weiter schlimm, denn das wichtigste verstehe ich schon irgendwie.
Ich muss allerdings zugeben, dass die letzten Tage zuhause nicht sehr angenehm waren. Abermals musste ich meinen Koffer packen, entscheiden was ich wohl unbedingt brauche und was nicht und wieder einmal musste ich mich von meiner Familie und meinem Freund verabschieden...
Kurz vor der Abreise überkamen mich dieselben Heulanfälle und Gedanken wie vor meiner Abreise in die USA und ich habe mich abermals gefragt, warum ich das ganze eigentlich mache, wo der Sinn dahinter steckt und wieso ich mir das ganze schon wieder antue. Ich muss ehrlich sagen, dass es für mich mittlerweile unbegreiflich ist mit welcher Naivität und Selbstsicherheit die 16-jährige Chiara ins Flugzeug nach Amerika gestiegen ist und wie unbekümmert sie die Einstellung ''Irgendwie wird das schon'' vertreten hat.
Heute bin ich 4 Jahre älter und mein zweites Abenteuer beginnt. Ich mag zwar nicht mehr so naiv sein wie damals, denn mir ist jetzt durchaus bewusst, dass ein Auslandsaufenthalt ungeahnte Schwierigkeiten und Herausforderungen mit sich bringen kann, aber in gewisser Weise bin ich mir auch treu geblieben. Ich habe meiner Gastfamilie lediglich ein paar E-mails geschrieben und weder die Stadt noch die Schule großartig gegoogelt oder Fragen dazu gestellt. In Amerika habe ich alles auf mich zukommen lassen und bin ohne großartige Erwartungen an die Sache ran gegangen und genauso habe ich es diesmal auch gemacht.
Und jetzt bin ich bereits 2 Wochen hier und bereue nichts. Es war anfangs ein wenig ungewohnt wieder in einer Gastfamilie zu leben, aber hier sind alle super nett zu mir und erleichtern mir die Eingewöhnung enorm.
Aber zurück zum ersten Tag: Ich bin abends hier angekommen und war erst einmal etwas eingeschüchtert von dem Haus und der Eingangshalle. Und siehe da, der erste Eindruck war richtig: Der Familie mangelt es definitiv nicht an Geld.
Aber zurück zum ersten Tag: Ich bin abends hier angekommen und war erst einmal etwas eingeschüchtert von dem Haus und der Eingangshalle. Und siehe da, der erste Eindruck war richtig: Der Familie mangelt es definitiv nicht an Geld.
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| Wohnzimmer und Küche |
Ich wohne hier super zentral und erreiche die Sprachschule und das Stadtzentrum in wenigen Minuten. Es ist super praktisch, dass ich überallhin laufen kann und einen größeren Kontrast könnte es zu Amerika kaum geben.
| Die Waschmaschine sieht man sonst natürlich nicht |
| Bett eingeklappt |
Die drei besuchen hier eine englische Privatschule, weshalb ich während meiner Arbeitszeit Englisch mit ihnen reden soll. Mit Carlota kann ich mich problemlos unterhalten, was ich ziemlich beeindruckend finde für ihr Alter. Die anderen beiden mixen noch viel Spanisch ins Englische, aber das ist nicht weiter schlimm, denn das wichtigste verstehe ich schon irgendwie.
Ich werde recht langsam an meine Aufgaben rangeführt und bin eigentlich nie länger als 2 Stunden mit den Kindern alleine, weil die Mutter zwischendurch immer mal wieder da ist. Das Lieblingswort meiner Gastmutter Laura ist auf jedenfalls ''Don't worry'' und ''Are you ok?' und sie ist sehr bemüht mir das Leben hier so angenehm wie möglich zu gestalten und bedankt sich jeden Abend für meine Hilfe. Antonio, mein Gastvater, ist auch sehr nett, allerdings habe ich ihn erst ca. 3 Mal gesehen, weil er unter der Woche größtenteils im Ausland auf Geschäftsreise ist.
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